Darwin Beach
Darwin Beach
Darwins Strände – drei Schönheiten im Vergleich
Wer sich am Wochenende oder unter der Woche von langen und heißen Arbeits- oder Studientagen erholen will, steuert am besten einen der drei schönsten Strände in Darwin an. Für Backpacker soll gesagt sein, dass alle drei Strände Parkmöglichkeiten in direkter Strandnähe bieten.
All diejenigen, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, können die Strände mit dem Bus anfahren. Wobei der Strandabschnitt am Lee Point etwas weiter abseits der befahrenen Hauptlinien liegt, so dass man hierfür etwas mehr Zeit einplanen sollte.
Im Grunde rekelt sich die kleine aber feine Stadt Darwin zum größten Teil die Küste entlang, so dass sie ihren Besuchern unzählige Strandabschnitte bietet. Drei besonders schöne und im Vergleich sehr unterschiedliche Strände sind der “Mindil Beach“, die Strände des Stadtteils “Nightcliff“ und der “Casuarina Beach“ am Lee Point.
Wer den Tag in den Botanic Gardens von Darwin verbracht hat, sollte am späten Nachmittag den Weg wagen und die Gillruth Avenue überqueren. Am Skycity Casino vorbei führt einen der Weg direkt zu dem Mindel Beach. Wer den Mindel Beach zum ersten Mal besucht, mag sich auf Anhieb an die nördlichen Strände Deutschlands erinnert fühlen. Über drei hölzerne Strandzugänge erreicht man den überschaubaren Strand, der sich etwas scheu hinter dem angrenzenden Park versteckt.
Der Strandabschnitt ist nicht besonders breit, so dass es bis zum Wasser nur ein paar Schritte sind. Besonders zu empfehlen ist ein solcher Strandbesuch an Donnerstagen und Sonntagen. Dann bietet der angrenzende Park nämlich die Schaubühne für die Mindel Markets. Unzählige Asiatische Essbuden reihen sich dann den Strand entlang und der ein oder andere Artist oder Musiker zieht sich mit seiner Performance zum Wasser zurück. Dies sind allerdings auch die Tage, an denen man zwar jederzeit einen Platz am Strand für sich sichern kann, man aber umgeben von Touristen mit deren Kameras ist. Denn was man auf keinen Fall verpassen darf sind die Sonnenuntergänge am Mindel Beach!
Jeden Abend gegen sieben Uhr bietet Mutter Natur wohl eines der spektakulärsten Schauspiele. Dann versingt die Feuerrote Sonnenkugel langsam im Meer und badet den Strand in ein rosa-orange-farbenes Licht, aus dem man nicht so schnell wieder hervortauchen möchte. Kleine Segelbote, die ihren Hafen am nahegelegenen East Point ansteuern, machen die Kulisse perfekt. Mindel Beach ist daher ein Muss für alle Sonnenuntergang – Liebhaber und Fotografen. Oder für die Hungrigen, die ihr Marktessen in einer entspannten Atmosphäre genießen möchten.
Etwas anders, aber genauso empfehlenswert sind die Strände des Stadtteils Nightcliff. Sie erstrecken sich längs des Casuarina Drive. Herrliche Grünflächen züngeln sich entlang der steilen Klippen. Einige dieser Klippenstreifen sind aber gut zu beklettern, so dass alt und jung einen Abstieg zum Strand wagen können. Die Nightcliff Strände liegen gut versteckt in kleinen oder größeren Buchten, die von einzigartigen Felsen begrenzt werden.
Diese Felsen bestehen aus einem Gestein, das einen an Kreide erinnern lässt und ein beeindruckendes Farbspiel bietet. Die Strände sind feine Kieselstrände, mit großen Steinbrocken, die sich herrlich als Fläche für ein Sonnenbad eignen. Doch lange hält es einen nicht in dieser Position, denn wer einmal genauer hinsieht, findet Bruchstücke der bunten Felsen im Sand. Doch eine Warnung an alle Sammler: Spätestens am Flughafen werden diese kleinen Schönheiten zur echten „Be-lastung“, nämlich dann, wenn man plötzlich teuer für sein Übergepäck bezahlen muss!
Wer es eher abseits von Tourismus und Backpackern mag, sollte den Strand am Lee Point Beach ansteuern! Lange weiße Sandstrände ziehen sich entlang dieses abgelegenen Küstenstreifens. Der Wald grenzt direkt an den Strand, sodass ein schattiges Plätzchen garantiert ist. Allerdings ist der Strandabschnitt sehr breit, sodass man schon ein Stück zu Fuß zurücklegen muss, bis man seinen Fußsohlen im kühlen Meer eine Pause bieten kann.
Auffallend sind an diesem Strand die unzähligen, angeschwemmten Korallenstücke, die überall im Sand liegen. Doch auch hier sei für die Sammler unter uns Vorsicht geboten! An den meisten Flughäfen lauern hohe Geldstrafen auf einen, wenn man mit Korallenstücken im Gepäck erwischt wird! Zu erreichen ist dieser Strand über die Lee Point Road. Genau genommen gehört dieser Strandabschnitt zu den Casuarina Stränden, was die Einheimischen bei ihren Wegbeschreibungen aber oftmals nicht so genau nehmen.
Wer also den etwas weiteren Weg auf sich nimmt, sollte auch einen Zwischenstopp am Buffalo Creek machen, der auf dem Weg zum Lee Point Beach liegt. Hier lässt sich der Tag gut am Lagerfeuer ausklingen. Für beide Ziele heißt es aber unbedingt: Mückenspray mitnehmen! Durch den an den Strand angrenzenden Wald findet man diese kleinen Gesellen nämlich in Scharen.
Egal für welchen der Strände man sich letztendlich entscheidet, lohnenswert sind sie allemal. Trotzdem darf an dieser Stelle eins nicht vergessen werden:
Egal an welchem Strand, das Wasser ist leider Tabuzone. Denn an den gesamten Küstenstreifen findet man Salzwasserkrokodile! Und aus eigener Erfahrung lässt sich sagen, der “Mutige“, der trotzdem ins Wasser springt, trifft eines Tages doch auf eines dieser bedrohlichen Reptile. Und spätestens dann, wenn man es glücklicher Weiser noch ans Land geschafft hat, kühlt man sich doch lieber wieder im Pool ab.

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